2014. Eigentlich das Jahr, in dem ich schwanger werden möchte. In 2 Jahren. Ende 2014, vielleicht schon im Herbst, eher im Winter.
Momentan kann ich froh sein, dass ich durch die ganze Lernerei sehr eingespannt bin und sich die Zeit für Tagträumereien und Zukunftsgedanken eher in Grenzen hält. Die Zeit vergeht schnell, da ich viel zu tun habe und dieses Jahr quasi schon mit Prüfungen und anschließendem Urlaub ausgeplant ist.
Doch ich habe auch Angst, Bedenken. Den Herzfreund betreffend. Ja, wir wollen beide Kinder. Ich am Liebsten sofort, er meinte neulich zu mir, dass wir ja noch alle Zeit der Welt hätten. Ich weiß, wie er das gemeint hat. Und er hat ja auch Recht, wir können/wollen aufgrund unserer Studiums und der fehlenden finanziellen Grundlage jetzt einfach noch keine Familie gründen, aber dennoch ist es nicht leicht für mich, dass mein Herzenswunsch momentan noch größer ist als seiner.
Er ist ein Mann, der gerne Zeit mit seinen Freunden verbringt, feiern geht, leidenschaftlich seinem Sport nachgeht und eben auch noch studiert. Die Freunde, alle mit ähnlichen Interessen, und auch ihre jeweiligen Partnerinnen sind noch meilenweit von einer Familie entfernt. Mit wem außer mir soll er also über solche Zukunftsdinge sprechen? Ich glaube es macht ihm Angst, dass er womöglich der Erste sein wird, der Papa wird. Und ich kann ihn auch wirklich verstehen. Doch für mich ist die Zeit bis Ende 2014 noch so unglaublich weit enfernt, die Zeit kann mir gar nicht schnell genug vergehen. Ich habe Angst, dass es ihm nicht weit weg genug ist. Dass wir auf einmal Ende 2014 haben und er einen Rückzieher macht, noch Zeit braucht. Ich kann das nicht einschätzen, es sind immerhin noch 2 Jahre, in denen allerhand passieren und sich entwickeln kann. Er wird dann auch 2 Jahre älter sein, einen Beruf ausüben, wir werden zusammen wohnen. Aber trotzdem ist meine Panik da, dass er den Herzenswunsch vielleicht weiter aufschieben möchte. Und dabei geht es gar nicht so sehr um ein bestimmtes Jahr, ob wir uns jetzt Ende 2015 oder Anfang 2015 dazu entschließen, eine Familie zu gründen, ist völlig egal. Darauf kommt es überhaupt nicht an.
Bei den Freunden meiner Freundinnen verhält es sich ähnlich, auch meine beste Freundin könnte sich jetzt schon vorstellen, ein Kind zu bekommen. Wartet aber aus ähnlichen Gründen wie wir auch noch. Und auch ihr Freund wäre momentan noch nicht so weit, Studium und Freizeit stehen dort an erster Stelle. Ich bin also nicht alleine. Frauen sind Männern in der Entwicklung ja oft einen Schritt voraus, so auch hier. Ich beschäftige mich natürlich auch schon so lange mit dem Thema, lese Blogs und twittere mit Mamas, sauge alle Informationen auf und weiß jetzt schon, welchen Kinderwagen ich später gerne haben möchte. Dem Herzfreund fehlt diese Zeit, diese Informationen, dieses Wissen. Er beschäftigt sich in seiner Freizeit nicht mit Kinderkram, und das muss er auch nicht, Gott bewahre.
Ich kann also nur abwarten und hoffen, dass es bei unserem Plan bleibt. Dass er später keine Angst hat, das Wagnis einzugehen und bereit ist, mit mir eine Familie zu gründen.
Und dann sagt er von sich aus einfach immer wieder, wie wunderschön er den Jungennamen findet, der schon feststeht, solllte der kleine Mensch ein Bub werden. Mein Herz tanzt. Und schmerzt. Er küsst meinen Bauch und sagt “Hallo Baby”. Mein Herz tanzt. Mein Herz schmerzt.
Noch so lange für mich. So nah für ihn.