Angekommen.

Nach wochenlanger Funkstille aufgrund fehlender Internetverbindungen kann ich mich nun endlich wieder zurückmelden. Wir haben den Umzug alle gut überstanden und fühlen uns im neuen Zuhause sehr wohl. Leider sind noch immer einige Bauarbeiten zu erledigen, so dass fast jeden Tag irgendwelche Handwerker durch die Wohnung sausen. Etwas nervig, aber ich hoffe sehr, dass alles bald fertiggestellt sein wird.

Photos der Wohnung möchte ich nicht einstellen, da ich ja nicht alleine umgezogen oder mit dem Herzfreund zusammengezogen bin. Ich werde aber in einem seperaten Eintrag natürlich einen kleinen Einblick in mein neues Zimmer geben, mich interessiert sowas selbst ja immer immens.

Ich bin froh, endlich wieder am Blogger- und Twitterleben teilhaben zu können, mir hat das alles sehr gefehlt. Der Herzenswunsch kam auch in der Zeit ohne euch alle nicht zur Ruhe, aber ich merke, wie sehr mein Herz wummert, wenn ich wieder Artikel über Schwangerschaften und neugeborene Kinder lese.

Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein und werde jetzt erstmal versuchen, viele neue Artikel nachzulesen und alles aufzusaugen.

 

Zwischenstand.

In einer Woche findet der Umzug statt. EINE Woche. Öhm. Der Holzboden in meinem Zimmer ist leider immer noch nicht verlegt, aber immerhin sind die beiden Giebelwände nun farbig und das restliche Zimmer weiß gestrichen. So sah das Ganze vorher aus. Na, einen kleinen aktuellen Einblick gefällig?

Und der Ausblick aus den beiden Dachfenstern, hach.

Von Sehnsüchten und Herzenswünschen. (TAG)

Die liebe Frau Perle und das reizende Frollein Püppi-Lotta haben mich getaggt. Und ich? Ich freue mich. Manchmal weiß ich nicht so genau, wie ich auf solche Stöckchen reagieren soll, ich mag solche Frage- und Antwortspielchen eigentlich nicht so sehr, fühle mich aber natürlich geschmeichelt, dass an mich gedacht wurde. Bei den Themen dieses Tags fühle ich mich aber gar nicht unwohl, es war schön, sich damit auseinanderzusetzen und ich habe lange darüber nachgedacht, was ich schreiben werde. Achtung, ich glaube das könnte recht lang werden!

Frau Perle möchte, dass ich mir Gedanken zum Thema “Sehnsucht” mache, acht an der Zahl.

1. Noch gar nicht lange ist mein Eintrag mit dieser Überschrift her. Sehnsucht. Meine größte Sehnsucht gilt dem Herzkind. Viele meiner Gedanken drehen sich um dieses kleine Menschlein. Ich kann es kaum abwarten, dass Herzkind endlich bei mir, bei uns zu haben. Endlich Mama, eine Familie zu sein.

2. In Verbindung mit meiner großen Sehnsucht nach dem Herzkind steht auch die Sehnsucht nach allem, was ich mit einem Kind verbinde und was ich für dieses Kind anschafffen möchte. Ich freue mich unglaublich darauf, das Kinderzimmer zu planen und einzurichten, kleine Klamöttchen einzukaufen, in Onlineshops zu stöbern. Ich sehne mich danach, für das kleine Menschlein eigene Sachen zu nähen, zu stricken und zu häkeln. Es fällt mir immer schwerer nicht jetzt schon Dinge für den kleinen Menschen zu kaufen, aus Angst, dass es diese Sachen später so nicht mehr geben könnte. Verrückt, das weiß ich selbst.

3. Manchmal ist die Sehnsucht nach dem Herzkind auszuhalten, im Rahmen. Ich kann davon träumen, ohne dass es im Herzen brennt. Sie behindert mein Leben nicht, sondern begleitet mich. Manchmal aber, da ist diese Sehnsucht so stark, dass sie mich fest im Griff hat. Ich kann das nicht steuern, nicht beeinflussen. Ich wünsche mir oft, dass die Zeit schneller vergehen würde.

4. Ich sehne mich nicht nur nach dem Herzkind, sondern auch nach der damit verbundenen Schwangerschaft. Für mich ist beides untrennbar miteinander verbunden und ich male mir Bilder aus, wie es wohl sein wird, wenn ich schwanger bin. Und ich freue mich sehr darauf.

5. Mit Sehnsucht verbinde ich aber nicht nur die Sehnsucht nach einem Menschen, den es noch nicht einmal wirklich gibt, sondern auch nach dem Menschen, der mein Leben ausmacht. Der Herzfreund. Ohne ihn wäre die ganze Träumerei nur eine Träumerei, mit ihm ist es unsere Zukunft. Immer noch vermisse ich ihn so sehr, wenn er nicht bei mir ist, dass ich mich manchmal selbst wundern muss. Auch  sehne ich mich danach endlich mit ihm zusammenzuleben. Eine Wohnung zu teilen, einen gemeinsamen Alltag zu haben. Zusammen, nicht mehr alleine.

6. Häufig sehne ich mich nach Dingen aus meiner Kindheit. Nach Spielen, Büchern, Fernsehsendungen, die wertvoll für mich waren und es immer noch sind. Wenn ich heutzutage sehe, mit welchem komischen Spielzeug und fürchterlichen “Kinder”sendungen die Kleinen zum Teil aufwachsen (müssen), dann schüttelt es mich. Jedes Mal nehme ich mir aufs Neue vor, meine Kinder mit Astrid Lindgren, Bibi und Benjamin, Heidi und Co aufwachsen lassen.

7. Oftmals sehne ich mich nach Verständnis. Verständnis für meine Entscheidungen, Wünsche und Träume. Bevor ich mich für mein aktuelles Studium entschieden habe, habe ich bereits ein Semester studiert, dieses Studium dann aber abgebrochen. Studiengang und Studienort, beides hat nicht richtig gepasst, war nicht stimmig. Von vielen erntete ich nur Unverständinis, ich selbst habe diese Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Auch den Herzenswunsch betreffend können mich viele Menschen nicht verstehen. Meist Gleichaltrige, die sich ihre Zukunft so ganz anders vorstellen, aber auch andere Menschen, denen meine Zukunftsvorstellungen nicht in den Kram passen.

8. Ich sehne mich so sehr nach meiner Oma, meiner verstorbenen Oma. Ich liebe meine Großeltern von ganzem Herzen, leider leben nur noch die Eltern meiner Mama. Zu meiner verstorbenen Oma hatten meine kleine Schwester und ich immer ein ganz besonderes Verhältnis. Sie war so ein feinfühliger, ruhiger, liebenswerter Mensch. So geduldig und genügsam, nie ein böses Wort oder ein Klagen. Sie war immer für uns da, hat gespielt, gekocht, genäht. Sie fehlt mir sehr und ich bedauere es von ganzem Herzen, dass sie ihre Urenkel niemals kennenlernen wird. Dafür wird das Herzkind, sollte es ein Mädchen werden, ihren Namen als Zweitnamen tragen.

Das Frollein Püppi-Lotta möchte weitere acht Gedanken zum Thema “Herzenswunsch” von mir lesen.

1. Mein Herzenswunsch ist ein Kind. Mein Kind. Unser Kind.

2. Der Herzenswunsch ist das Thema schlechthin auf diesem Blog. Er brachte mich überhaupt dazu, mit dem Bloggen zu beginnen. Ich habe einen Platz für all diese Gedanken und Träume in meinem Kopf gebraucht, sie wollten raus, aber nicht vergessen werden. Und ich bin sehr glücklich, hier diesen Ort gefunden zu haben.

3. Der Herzenswunsch ist ein Teil von mir, schon lange Zeit. Er begleitet mich und lässt mich auf die Zukunft hoffen. Ich habe auch andere Wünsche, aber nur einen Herzenswunsch.

4. Ich nenne das Herzkind Herzkind, weil das mit dem Herzenswunsch zusammenhängt. Aus unserem Herzenswunsch soll irgendwann das Herzkind entstehen. Ein Kind aus einem Wunsch, Herzkind aus Herzenswunsch. Zudem ist dieses Kind schon so lange in meinem Herzen, aber eben noch nicht in meinem Bauch. Kein Bauchkind bisher, aber schon so lange ein Herzkind.

5. Ich erwarte und verlange nicht, dass andere Menschen meinen Herzenswunsch teilen oder für sich übernehmen können. Jeder hat andere Vorstellungen von seinem Leben und seiner Zukunft, und somit hat auch jeder Mensch andere Herzenswünsche. Aber ich erwarte, dass man mich ernst nimmt, meinen Wunsch ernst nimmt und nicht als jugendliche Babyschwärmerei abtut. So etwas verletzt mich sehr.

6. Wenn ich auf einem anderen Blog diesen Strampler sehe und dann lese, dass man dabei an mich denken musste, dann wird mir ganz warm ums Herz und ich muss ein bisschen grinsen. Außer Frage steht ja wohl, dass es hier später ein Kleidungsstück mit dieser Aufschrift geben muss :)

7. Mit dem Wunsch nach einem Kind ist auch unweigerlich der Wunsch nach weiteren Kindern verbunden. Sowohl für den Herzfreund als auch für mich war von Beginn an klar, dass wir mehrere Kinder haben möchten. Das Herzkind soll später keineswegs ein Einzelkind bleiben. Ich träume ja von drei Kindern, der Herzfreund möchte auf jeden Fall mindestens zwei und freundet sich augenscheinlich immer mehr mit dem Gedanken an, dass es hier später auch drei kleine Menschlein geben könnte.

8. Den Herzenswunsch gibt es nur in Kombination mit dem Herzfreund. Und auch erst, wenn wir unser Studium beendet haben. So weh das tut und so sehr ich mir wünsche, dass dieser Zeitpunkt doch endlich kommen soll, so froh bin ich auch um diese Entscheidung. Wir wollen ein Kind, aber wir wollen dazu auch eine finanzielle Basis haben, das wäre momentan nicht der Fall. Ich hoffe wir können nächstes Jahr endlich zusammenziehen, dann wäre ein weiteres Jahr schon geschafft, das zweite packen wir dann gemeinsam. Und dann, ja dann ist es bald so weit.

Geschützt: Regen.

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Sehnsucht.

Gestern Abend. Heute Abend. Jeden Abend.

Sehr. So sehr, dass es wehtut im Herzen. Und im Bauch. Ich sehne mich nach dir, mein Herzkind. Wie viel würde ich dafür geben, die Zeit ein wenig vorspulen zu können. Einfach ein paar Jahre an mir vorbeiziehen lassen, zum richtigen Zeitpunkt anhalten – stop.

Doch was kann ich anderes tun als Pläne zu schmieden, um die Zeit des Wartens irgendwie erträglicher zu machen? Ich kann die Zeit nicht beschleunigen, so sehr ich es mir auch wünsche. Ich muss mein Leben noch ohne dich leben, ich finde ich mache das auch ganz gut. Doch oft muss ich innehalten, weil ich mir so sehr wünsche, dass du nun schon bei uns wärst. So sehr, dass alles andere unwichtig erscheint. Alleine meinen Gedanken an dich nachzuhängen ist schon schwer genug, aber steigt auch noch der Herzfreund in die Träumerei mit ein, dann zerreißt es mir fast das Herz. Vor Freude, vor Liebe, vor Sehnsucht. Weil ich merke, dass ohne ihn alle Planerei nichts wert ist. Er soll dein Papa werden, mit ihm werden wir eine Familie. Und wenn er von dir spricht, dann hüpft mein Herz noch mehr als sonst.

Die Gedanken an unsere Zeit zu dritt, die Träumerein an ein Leben als Familie, das ist es, was mich die Zeit überbrücken lässt. Ich frage mich, wie lange das wohl noch ausreicht.

Jeden Abend.

Vom Zusammenziehen.

Der Herzfreund und ich. Seit nun mehr 6 Jahren gehen wir gemeinsam durchs Leben, beständig Hand in Hand. Ich fiebere auf den Tag hin, an dem wir auch räumlich endlich zusammenkommen. Schon so lange wünsche ich es mir sehr, dass wir endlich zusammenziehen.

Eine gemeinsame Wohnung, für mich ein weiterer Schritt in unsere Zukunft. Der Herzenswunsch muss sich noch mindestens 2 1/2 Jahre gedulden, aber das Zusammenziehen kommt immer näher. Hoffentlich. Wäre doch nur endlich Dezember und ich wüsste, ob dieser Traum endlich in Erfüllung gehen darf. Die Gedanken an eine gemeinsame Wohnung erleichtern mir die lange Zeit des Wartens, die noch vor uns liegt, bis der Herzenswunsch endlich realisierbar wird. Endlich ein Zwischenschritt, der das Warten erträglicher macht.

Eine weitere Etappe, auf die ich hinfiebern und auf die ich mich freuen kann. Pläne schmieden, träumen.

Ich träume. Ich träume von einer Wohnung mit drei Zimmern. Was würde ich für eine Altbauwohnung geben! Und wie würde mein Opa die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ob der horrenden Heizungsrechnungen in schlecht sanierten Altbauten. Aber was soll ich machen, mein Herz schlägt für hohe Decken und für weiße Flügeltüren. Für Stuck und knarrende Dielenböden.

Stundenlang könnte ich in Wohnzeitschriften oder Einrichtungs- und Dekoblogs stöbern. Ideen sammeln und Inspirationen holen. Wie wundervoll wäre ein großer Holztisch, eine alter Küchentisch mit gedrechselten Beinen und einer Schublade, an dem dann verschiedene weiße Stühle stehen. Ein kleines Sammelsurium, aber doch einheitlich in ihrer Farbe. Alle Menschen, die ich mag und die mir etwas bedeuten, sie alle würde ich einladen in unser Heim. Und das Herzkind, ich sehe es an diesem Tisch essen und spielen, malen und basteln.

Ein gemütliches Sofa, das Platz für viele Kissen und Decken bietet. Damit wir später gemeinsam Höhlen bauen und kuscheln können. Zu zweit, zu dritt.

Das dritte Zimmer wäre für den Anfang ein Arbeitszimmer, natürlich. Doch wichtig ist vor allem die Größe des Schlafzimmers, muss es doch vermutlich später einen Teil seines Platzes den Arbeitsmaterialien zur Verfügung stellen. Denn eigentlich ist das Arbeitszimmer doch nur ein Alibizimmer. Ein Zimmer, dessen eigentliche Bestimmung von vorne rein völlig klar ist.

Doch nicht nur auf das Einrichten und Gestalten der Räume freue ich mich so sehr. Noch mehr ist da diese unbändige Freude auf den Herzfreund, auf uns beide. Endlich zusammen. Gemeinsam leben, nicht mehr alleine. Aufeinander warten, füreinander da sein.

Vermutlich werde ich täglich tausend Mal aus dem Haus gehen, nur um zu wissen, dass jemand da ist, wenn ich wieder nach Hause komme. Nicht nur jemand, sondern alles.

Wofür ich brenne.

Okka und Steffi haben gefragt. Sie fragen uns, wofür wir brennen. Wo liegen unsere Leidenschaften, was bringt uns zum Strahlen, was macht uns glücklich?

Gar nicht so einfach, so völlig unvorbereitet diese Frage zu beantworten, oder? Ich mache mir Gedanken. Wofür brenne ich? Worin liegt mein Glück? Was macht mich froh?

Wieso muss ich sofort an den Herzfreund denken? Ich brenne also für meinen Freund. Das ist toll. Er macht mich nämlich glücklich. Manchmal treibt er mich auch in den Wahnsinn, manchmal nervt er mich. Ich treibe ihn aber sicherlich auch in den Wahnsinn und nerve ihn gelegentlich. Aber er macht mich glücklich. Er ist mein Mensch, meine Liebe. Er versteht mich, er erträgt mich, er liebt mich. Wie könnte ich nicht für ihn brennen?

Als zweites kommt mir natürlich der Herzenswunsch in den Sinn. Verständlich, sind der Herzfreund und der Herzenswunsch doch unmittelbar miteinander verbunden. Wie könnte es anders sein, ich brenne für diesen Wunsch. Er ist meine Hoffnung, meine Zukunft. Mein Traum.

Ich brenne für meine Familie.

Weiß. Ich brenne für weiß. “Weiß, weiß, weiß sind alle meine Kleider, weiß, weiß, weiß ist alles was ich hab.” Nein, nicht alles ist weiß. Aber vieles. Das meiste. Ich kleide mich gerne hell, ich liebe weiße Möbel. Weiß wird immer mit mir in Verbindung gebracht. Weiß ist meine Farbe. Ebenso brenne ich für alte Möbel. Alte Möbel in Kombination mit weiß. Auch selbst gestrichen. In weiß.

Ich brenne für Blogs. Mamablogs. Herzenswunschblogs. Aber auch Einrichtungsblogs. Blogs inspirieren mich, sie bereichern mein Leben. Sie liefern mir tausende Ideen, die ich alle am Liebsten sofort umsetzen würde. Sie lassen mich träumen. Sie lassen mich zu jemandem werden, der ich gerne sein möchte. Sie lassen mich aber auch jemand sein, der ich bin.

Gute Gespräche. Tiefgehende Gespräche. Aufwühlende Gespräche. Gespräche, die mich zum Nachdenken bringen. Gespräche, die andere zum Nachdenken bringen. Gedankenaustausch. Gefühlsaustauch. Ja, dafür brenne ich.

Ich brenne für meine graue Jogginghose. Meine Kuschelhose, ein Weihnachtsgeschenk meiner Mama. Innen kuschelig weich. Sie begrüßt mich, wenn ich nach Hause komme. Sie wärmt mich und begleitet mich durch einen Tag daheim. Sie ist unglaublich bequem, meine Kuschelhose.

Nähen. Basteln. Schmuck selbstmachen. Ich brenne für handwerkliche Dinge. Ich handarbeite unglaublich gerne. In den nächsten Jahren möchte ich unbedingt noch stricken und häkeln lernen, ich möchte doch das Herzkind später mit selbstgenähten und selbstgestrickten Kleidern versorgen können. Ich trage kaum noch gekauften, sondern fast nur noch selbstgemachten Schmuck. Weil ich es so gestalten kann, wie ich möchte.

Ich brenne für Erinnerungen.

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