Neues.

Schon so lange habe ich nichts mehr geschrieben, so viel hat sich verändert, so viel ist passiert. Es geht mir gut, auch wenn ich schon manchmal mit meinem neuen Leben und der damit verbundenen Umstellung hadere. Aber es bringt alles nichts, ich muss da durch und hoffe einfach, dass die Zeit für mich, für uns spielt.

Für euch ein paar kleine Einblicke in mein neues Leben. Ich versuche, es mir so schön und gemütlich wie möglich zu machen, was aber manchmal gar nicht so einfach ist. Meine persönlichen Sachen, meine Lieblingsmöbel sind daheim, in der neuen Wohnung ist das meiste neu. Aber es wird, ich gebe mir Mühe.

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Entscheidungen II.

Ganz zu Beginn des Jahres dachte ich, 2013 wird wohl nicht mein Lieblingsjahr werden. Im Dezember musste ich eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung, die die nächsten zwei Jahre meines Lebens betreffen wird. Ich habe mich für meine berufliche Zukunft entschieden, für einen Umzug, für eine neue Stadt. Alleine. Keine gemeinsame Wohnung mit dem Herzfreund für die kommenden 1,5 Jahre. Fernbeziehung. Wochenendbeziehung.
Aber ich habe mich damit auch für eine gewisse Sicherheit, für ein abgeschlossenes Studium und dennoch für unsere gemeinsame Zukunft entschieden. Ich werde diese Zeit durchstehen. Es wird Rückschläge geben und mich unglaublich viel Kraft kosten, aber ich wage es. Ich wage es, weil ich hoffe, dass die Zeit schnell vergehen wird und ich am Ende dafür belohnt werde. Danach werden wir endlich zusammenziehen und ich hoffe sehr, dass wir uns danach auch bald den Herzenswunsch erfüllen werden.

Im Moment beschäftigt mich der Umzug und die neue Wohnung sehr. Ich möchte es mir dort so schön wie möglich machen. Wenn schon so weit weg, dann wenigstens hell, schön und gemütlich. Das Beste daraus machen. Leider kann ich die Wohnung natürlich nicht zu 100 Prozent so einrichten, wie ich es eigentlich gerne würde. Das ist finanziell einfach nicht möglich. Doch meine Familie unterstützt mich und so mache ich das Beste daraus. Ich werde mein Zimmer zuhause auch behalten, das heißt, dass ich nur wenige Möbel mit in die neue Wohnung nehmen werde. Eine größere Investition werde ich allerdings auf jeden Fall machen, wir kaufen nächste Woche unser erstes Sofa. Ich freue mich wie ein kleines Kind, denn es gefällt mir wirklich unglaublich gut und auch der Herzfreund, der  Einrichtungsfragen sonst durchaus neutral gegenübersteht, war sofort begeistert. Es wird eben für die nächste Zeit in meiner neuen Wohnung stehen bis es dann später Platz im Wohnzimmer unserer gemeinsamen Wohnung findet. Ich möchte ungerne nur Möbel für die nächten 1,5 Jahre kaufen, daher versuche ich so vorausschauend wie nur möglich zu planen und zu kaufen. So wenig Geld wie möglich unnötig ausgeben, sondern gezielt in die Möbel investieren, die wir dann später eben in der gemeinsamen Wohnung weiter nutzen können. Soweit der Plan.

Gestern war ich mit meinem Vater in der Wohnung, wir haben meine alte Kommode als erstes Möbelstück aufgestellt, ausgemessen und waren stundenlang bei Ikea. Nächste Woche werde ich mit meinen Großeltern wieder hinfahren, alles putzen, Möbel aufbauen und Lampen befestigen.

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Ich mache das Beste daraus. Für mich. Für uns.

Adventskalender.

Solange es hier noch keine Kinder gibt bekommt eben der Herzfreund wie jedes Jahr auch in diesem Jahr einen Adventskalender von mir. Dieses Mal wollte ich mal wieder kleine Päckchen für ihn schnüren, gefüllt mit allerhand Kleinigkeiten, mit denen man ihm eine Freude machen kann. Verliebt in das wunderschöne Sternengeschenkpapier war die Verpackung schnell klar. Eigentlich hatte ich noch Zahlenaufkleber bestellt, mich dann aber spontan umentschieden und aus schwarzem Tonkarton 24 Sterne ausgeschnitten und mit weißem Gelstift nummeriert. Da einige Päckchen zum Aufhängen leider zu schwer sind habe ich alles in einen Korb gefüllt, den ich eigentlich noch mit Tannenzweigen dekorieren wollte. Leider verschusselt, jetzt ist es zu spät.

Als Inspiration für euch, falls ihr im nächsten Jahr auch wieder auf Ideensuche seid,  und als Erinnerung für mich schreibe ich mal auf, was in den Päckchen drin ist:

  1. Eine geräucherte spanische Salami aus dem Urlaub, die der Herzfreund so gerne isst.
  2. Das schönste Photo, das es vom Herzfreund und dem Neffen gibt: Sie schaukeln beide nebeneinander und strecken sich die Hände entgegen. ♥
  3. Glühweinbonbons und einen Gutschein für einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.
  4. Rubbellos Nr. 1 mit Glückscent zum Freirubbeln.
  5. Ein Lederarmband.
  6. Ein Photo von uns beiden mit einem Textausschnitt von Philipp Poisel.
  7. Eine Packung Lebkuchengewürz und einen Gutschein für gemeinsames Lebkuchenbacken.
  8. Eine Packung spanische, eklig süße Mentos, weil er Mentos liebt.
  9. Seine Gesichtscreme.
  10. Einen – durchaus hässlicher – Weihnachtsbaumanhänger in Form eines Hamburgers, weil wir so gerne selbstgemachte Burger essen.
  11. Das Programmheft vom Kinderkino und einen Gutschein dafür.
  12. Rubbellos Nr. 2 mit Glückscent zum Freirubbeln.
  13. Seine Lieblingskaugummis.
  14. Massageöl und einen Gutschein für eine Massage.
  15. Ein Sparschwein mit Hammer zum Zerschlagen, weil er Unmengen an Kleingeld besitzt.
  16. 2 Packungen Paradiescreme Vanille, isst er unglaublich gerne.
  17. Ein kleiner Schlüsselanhänger mit echten Gewürzen (Pfeffer, Salz, Curry, Paprika), weil uns beim Kochen manchmal in die Haare kriegen, weil er gerne sehr stark würzt. ;)
  18. Ein Stück von der Fernsehzeitschrift und einen Gutschein dafür, dass er einen Abend lang das Fernsehprogramm bestimmen darf. Ich bin da sonst etwas herrisch, hüstel.
  19. Rubbellos Nr. 3 mit Glückscent zum Freirubbeln.
  20. Saure Bohnen, seine Lieblingssüßigkeit.
  21. Ein Duschgel mit Photo von mir, kann man seit Neuestem bei DM machen lassen.
  22. Einen Gutschein für das Naturkundemuseum.
  23. Eine Postkarte mit dem Text “Gutschein für weiße Weihnachten”, weil er Schnee liebt und wir dann ja vielleicht weiße Weihnachten bekommen.
  24. Eine Kassette von Bibi und Tina mit einer Weihnachtsfolge. Und ja, er ist 26 Jahre alt und liebt Kinderkassetten.

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Herbstgedanken.

Im Sommer schrieb ich von Sommergedanken, jetzt ist es Herbst und mein Kopf spielt aufs neue Gedankenkarussell. Das nasskalte Wetter, der Wind, der einem die Haare ins Gesicht bläst, Regenspaziergänge und Tee trinken auf dem Sofa. Ich liebe diese Jahreszeit, freue ich mich doch immer, das Haus zu verlassen, mich durchpusten zu lassen und die kühle Luft einzuatmen, um später wieder ins warme und gemütliche Zuhause zu kommen. Aber es ist eben auch eine Jahrezeit, wo ich besonders intensiv mit dem Herzenswunsch konfrontiert werde.

Diese Heimeligkeit, die Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden, wie wundervoll wäre das erst mit einem kleinen Menschen. Gestern traf mich die Sehnsucht wieder mit voller Wucht. Unvorbereitet, umso tückischer. Momentan war ich durch die Lernerei einfach zu abgelenkt, nicht viel Platz in meinem Kopf für Zukunftspläne und Herzenswünsche. Doch dieses Wetter, das macht etwas mit mir.

Ich stelle mir vor, eine werdende Mama zu sein. Eingekuschelt in einen wärmenden Mantel, den Schal eng um meinen Hals geschlungen, die Hände in Handschuhen verpackt. Hand in Hand mit dem Herzfreund. Ich möchte durch Pfützen springen und einen Laufhaufen durcheinander wirbeln. Der dicke Bauch wölbt sich eindeutig unter dem Mantel hervor.

Lange Spaziergänge mit dem Kind im Tragetuch oder dem Kinderwagen, mit roten Wangen nach Hause kommen und sich des unglaublichen Glücks bewusst sein. Das wünsche ich mir so sehr. Ich möchte Decken auf dem Wohnzimmerboden ausbreiten, eine Kissenlandschaft bauen, mich darauf kuscheln und mit meinem Kind Kassetten anhören, Bibi Blocksberg oder Benjamin Blümchen.

 

Gedankenchaos.

Ich wünsche mir ein Kind. Ja. Tief in meinem Herzen ist dieser Wunsch, er brennt in mir und ich kann es kaum noch erwarten, bis wir nicht mehr nur zu Zweit sind, sondern eine kleine Familie sein werden.

Doch was ist dann? Was ist, wenn wir nicht mehr nur zu Zweit sind. So sehr ich mich auf unsere kleine Familie, auf unsere Zukunft, freue, so frage ich mich seit einer Weile doch auch, wie das eigentlich gehen soll. Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, was in meinem Kopf herumspukt.

Ich meine damit, dass mir niemand näher ist als der Herzfreund. Ich liebe meine Familie, doch die Liebe zum Herzfreund ist nochmal eine ganz andere. Wir haben uns gesucht und gefunden. Mit niemandem verbringe ich meine Zeit lieber als mit ihm. Es müssen keine spannenden Ausflüge oder Reisen sein, es genügt mir völlig mit feinem Essen auf der Couch zu sitzen, zu kuscheln, fern zu schauen. Er ist mir so nah. Wir haben den gleichen Humor, wissen sofort, was der andere denkt. Wir machen Quatsch und haben unsere Routine. Wir lieben uns und gehen uns auch mal gehörig auf die Nerven.

Wie wird das alles, wenn der kleine Mensch bei uns ist? Wie wird sich unsere Beziehung verändern? Kann ich jemanden mehr lieben als ihn? Ja, werdet ihr sagen, die Liebe zum Kind ist so ganz anders, intensiver. Und ich glaube euch das, liebe ich den kleinen Menschen doch jetzt schon irgendwie, obwohl es ihn bisher nur in meinem Herzen gibt. Trotzdem frage ich mich, wie das werden wird. Wie werden wir dann zueinander stehen? Wird sich durch ein Kind unser Charakter verändern? Unsere Liebe? Werden wir uns vergessen, weil der kleine Mensch nun die Hauptrolle in unseren Herzen einnimmt? Ich möchte Mutter sein, mit ganzem Herzen. Aber in diesem Herzen sollen 2 Menschen eine Rolle spielen, ich bin dann doch trotzdem auch noch Partnerin, nicht nur Mama.

Wahrscheinlich mache ich mir ganz umsonst diese Gedanken, sie sind ja auch irgendwie wirr. Trotzdem sind sie in meinem Kopf. Alles wird anders werden, unsere gewohnte Routine wird es nicht mehr geben, dafür werden andere Rituale wichtig werden.

Ach, vermutlich wisst ihr gar nicht, worauf ich hinauswill. Ich weiß es selbst nicht so genau, doch es musste einfach raus aus meinem Kopf.

2014.

2014. Eigentlich das Jahr, in dem ich schwanger werden möchte. In 2 Jahren. Ende 2014, vielleicht schon im Herbst, eher im Winter.

Momentan kann ich froh sein, dass ich durch die ganze Lernerei sehr eingespannt bin und sich die Zeit für Tagträumereien und Zukunftsgedanken eher in Grenzen hält. Die Zeit vergeht schnell, da ich viel zu tun habe und dieses Jahr quasi schon mit Prüfungen und anschließendem Urlaub ausgeplant ist.

Doch ich habe auch Angst, Bedenken. Den Herzfreund betreffend. Ja, wir wollen beide Kinder. Ich am Liebsten sofort, er meinte neulich zu mir, dass wir ja noch alle Zeit der Welt hätten. Ich weiß, wie er das gemeint hat. Und er hat ja auch Recht, wir können/wollen aufgrund unserer Studiums und der fehlenden finanziellen Grundlage jetzt einfach noch keine Familie gründen, aber dennoch ist es nicht leicht für mich, dass mein Herzenswunsch momentan noch größer ist als seiner.

Er ist ein Mann, der gerne Zeit mit seinen Freunden verbringt, feiern geht, leidenschaftlich seinem Sport nachgeht und eben auch noch studiert. Die Freunde, alle mit ähnlichen Interessen, und auch ihre jeweiligen Partnerinnen sind noch meilenweit von einer Familie entfernt. Mit wem außer mir soll er also über solche Zukunftsdinge sprechen? Ich glaube es macht ihm Angst, dass er womöglich der Erste sein wird, der Papa wird. Und ich kann ihn auch wirklich verstehen. Doch für mich ist die Zeit bis Ende 2014 noch so unglaublich weit enfernt, die Zeit kann mir gar nicht schnell genug vergehen. Ich habe Angst, dass es ihm nicht weit weg genug ist. Dass wir auf einmal Ende 2014 haben und er einen Rückzieher macht, noch Zeit braucht. Ich kann das nicht einschätzen, es sind immerhin noch 2 Jahre, in denen allerhand passieren und sich entwickeln kann. Er wird dann auch 2 Jahre älter sein, einen Beruf ausüben, wir werden zusammen wohnen. Aber trotzdem ist meine Panik da, dass er den Herzenswunsch vielleicht weiter aufschieben möchte. Und dabei geht es gar nicht so sehr um ein bestimmtes Jahr, ob wir uns jetzt Ende 2015 oder Anfang 2015 dazu entschließen, eine Familie zu gründen, ist völlig egal. Darauf kommt es überhaupt nicht an.

Bei den Freunden meiner Freundinnen verhält es sich ähnlich, auch meine beste Freundin könnte sich jetzt schon vorstellen, ein Kind zu bekommen. Wartet aber aus ähnlichen Gründen wie wir auch noch. Und auch ihr Freund wäre momentan noch nicht so weit, Studium und Freizeit stehen dort an erster Stelle. Ich bin also nicht alleine. Frauen sind Männern in der Entwicklung ja oft einen Schritt voraus, so auch hier. Ich beschäftige mich natürlich auch schon so lange mit dem Thema, lese Blogs und twittere mit Mamas, sauge alle Informationen auf und weiß jetzt schon, welchen Kinderwagen ich später gerne haben möchte. Dem Herzfreund fehlt diese Zeit, diese Informationen, dieses Wissen. Er beschäftigt sich in seiner Freizeit nicht mit Kinderkram, und das muss er auch nicht, Gott bewahre.

Ich kann also nur abwarten und hoffen, dass es bei unserem Plan bleibt. Dass er später keine Angst hat, das Wagnis einzugehen und bereit ist, mit mir eine Familie zu gründen.

Und dann sagt er von sich aus einfach immer wieder, wie wunderschön er den Jungennamen findet, der schon feststeht, solllte der kleine Mensch ein Bub werden. Mein Herz tanzt. Und schmerzt. Er küsst meinen Bauch und sagt “Hallo Baby”. Mein Herz tanzt. Mein Herz schmerzt.

Noch so lange für mich. So nah für ihn.

Welten II.

Neulich waren der Herzfreund und ich zum Geburtstagsgrillen bei einem seiner Freunde eingeladen. Viele andere befreundetete Pärchen waren auch da und obwohl die Freunde des Herzfreundes alle noch weit von Kindern entfernt sind, kam zwischen den Partnerinnen und mir doch das Thema Kinder und Heiraten auf. Wir sprachen darüber, wer aus unserer Schulzeit schon verheiratet ist oder sogar bereits Kinder hat. Bezeichnend war wieder einmal, dass ich mit meiner Einstellung, meinen Gedanken, so gut wie alleine dastand. Für beide Mädels war die Vorstellung zu heiraten, geschweige denn jetzt schon an Kinder zu denken unglaublich.

Zum ersten Mal habe ich mich auch nicht getraut, zu meinem Herzenswunsch zu stehen. Sonst habe ich kein Problem damit, zuzugeben, dass ich mir schon jetzt eine Familie wünsche. Doch die beiden haben andere Pläne mit ihrem Leben, das scheinbar schon obligatorisch gewordene Reisen ist von großer Bedeutung, niemals könne man jetzt schon an Kinder denken, sich auch nur irgendwie einschränken. Dass ein Kind für mich keine Einschränkung, sondern eine Bereicherung ist, habe ich nicht gesagt. Ich habe gar nichts gesagt. Ich weiß nicht genau warum ich den Mund nicht aufgemacht habe, warum ich nicht gesagt habe, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, bald Mama zu werden, ja dass ich es mir eigentlich schon jetzt so sehr wünsche. Sie sprachen so abwertend vom Muttersein, obwohl beide später beruflich mit Kindern zu tun haben werden. Alle negativen Aspekte einer Schwangerschaft wurden aufgezählt, man hätte keinerlei Freiheiten und kein selbstbestimmtes Leben mehr. Stillen sei sicher nervig und anstrengend.

Irgendwie hat mir jemand zur Unterstützung gefehlt, jemand aus meinem Freundeskreis, der meine Sehnsucht teilt. Ich habe mich da etwas alleine gefühlt irgendwie. Ist es komisch, ein schlechtes Gewissen zu haben, weil man nicht zu seinen Träumen steht? Ich kenne die beiden Mädels eigentlich nur flüchtig, sie sind eben die Freundinnen der Herzfreundkumpels. Ihre Meinung kann mir doch egal sein, sonst habe ich doch auch keine Probleme, zu dem zu stehen, was ich bin. Was ich mir wünsche.

Wenn ich mit der Seelenfreundin über unsere Zukunftspläne spreche, dann merke ich doch auch, dass ich bei Weitem nicht die Einzige bin, die solche Sehnsuchtsgedanken hat. Ich kann mich glücklich schätzen, mit Menschen wirklich befreundet zu sein, die meinen Wunsch verstehen und ihn manchmal sogar teilen. Es ist doch wohl in meinem Alter nicht ungewöhnlich, sich eine Familie zu wünschen, oder? Für manche scheinbar schon. Und ich verstehe das zum Teil auch, nicht jeder sieht seine Erfüllung darin, ein Kind zu bekommen. Aber dieses Gefühl etwas zu verpassen, sein Leben nicht gelebt zu haben, das kenne ich einfach nicht. Ich habe einfach nicht das Bedürfnis, ein Jahr alleine durch die Welt zu reisen, ein weiteres Studium zu absolvieren, die Karriereleiter in den nächsten Jahren hochzuklettern. Kann man das nicht verstehen? Ist das so ungewöhnlich?

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